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Context Card

Stufen einer Publishing-Pipeline

Was geschieht mit strukturiertem Content in einem Publishing-SDK?

Von knowledge.aitechdoc.world

Geprüft

Prüfprotokoll und Änderungen

Die kurze Antwort

Ein Publishing-SDK führt strukturierten Quell-Content durch eine feste Folge von Stufen: Es löst die Map und ihre Verweise auf, validiert das Markup, filtert für die vorgesehene Zielgruppe oder Produktvariante, wandelt das Ergebnis in ein Ausgabeformat um und verpackt es mit seinen Metadaten. Jede Stufe lässt sich konfigurieren oder erweitern, sodass eine Quelle viele Ausgaben ergibt.

Für: Technische Redakteure und Informationsarchitekten, die mit strukturiertem Content arbeiten

Das Wichtigste

  • Auflösen: Maps, Keys und Content-Referenzen werden zu einem Dokumentbestand zusammengeführt.
  • Validieren: Das Markup wird gegen sein Schema geprüft, bevor etwas erzeugt wird.
  • Filtern: Bedingter Content bleibt für ein Produkt, eine Zielgruppe oder Plattform erhalten oder entfällt.
  • Transformieren: XSLT oder eine vergleichbare Verarbeitung erzeugt HTML, PDF, Hilfeformate oder Datenpakete.
  • Verpacken: Ausgaben tragen Metadaten, damit Auslieferungssysteme sie finden und filtern.

Der Zusammenhang

Von der Quelle zur Ausgabe

In einer DITA-Toolchain sammelt eine DITA-Map Topics. Das Publishing-SDK löst zuerst die Map auf: Keys werden gebunden, Content-Referenzen eingezogen. Dann prüft die Schemavalidierung das Ergebnis.

Bedingte Verarbeitung entfernt oder behält Content für die gebaute Variante. Die Transformation – meist XSLT – erzeugt die Ausgabeformate, und das Verpacken ergänzt die Metadaten, die Portale und Content-Delivery-Systeme für Suche und Filter nutzen.

Wo das SDK erweitert wird

Plug-ins ergänzen Ausgabeformate, ändern das Layout oder fügen Verarbeitungsschritte ein. Diese Erweiterungen zu dokumentieren ist so wichtig wie den Content: Eine Ausgabe hängt von beidem ab.

Siehe den Enzyklopädie-Artikel Publishing SDKs (auf Englisch).

Fragen, die sich daran anschließen

Ist ein Publishing-SDK nur für DITA gedacht?
Nein. Pipelines gibt es für DocBook, andere XML-Vokabulare, Markdown und proprietäre Formate; DITA ist ein verbreitetes, gut dokumentiertes Beispiel.
Warum vor dem Transformieren validieren?
Ungültiges Markup kann unvollständige oder unbemerkt falsche Ausgaben erzeugen. Die Validierung stoppt den Build dort, wo der Fehler liegt.

Quellen

  1. DITA Open Toolkit documentation — DITA-OT project
  2. XSL Transformations (XSLT) Version 3.0 — W3C, 8. Juni 2017

Prüfprotokoll und Änderungen

Jede Context Card wird vor der Veröffentlichung und bei jeder Änderung erneut anhand ihrer Quellen geprüft; das Datum unter der Autorenzeile ist die letzte Prüfung. Korrekturen (etwas war falsch) und Ergänzungen (etwas fehlte) stehen unten mit Datum und Uhrzeit (deutsche Zeit). Tippfehler, Formatierung und Link-Korrekturen werden nicht aufgeführt.

Geprüft

Seit der Veröffentlichung keine Korrekturen oder Ergänzungen.